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Ein Hund zieht ein – Das A und O ist die richtige Vorbereitung

Vorbereitung Hundekauf

Deine Entscheidung steht fest! Du bist dir sicher, ein Hund soll bei dir einziehen. Natürlich bist du aufgeregt und vermutlich auch sehr aufgeregt. Immerhin warten viele tolle Abenteuer auf dich und deinen neuen besten Freund. Aber warte einen kurzen Moment und denke noch einmal gründlich nach. Ist alles organisiert, besorgt und abgesprochen? Gibt es noch irgendwelche Knackpunkte, die dir vielleicht noch auf die Füße fallen könnten? Eine fehlende Genehmigung vielleicht oder hast du etwas Simples, wie eine Leine, vergessen zu kaufen? Eine gründliche Vorbereitung ist das A und O für einen guten Start ins Leben als Hundebesitzer, deshalb solltest du dir dafür ausreichend Zeit nehmen.

In diesem Artikel habe ich dir einmal alle wichtigen Punkte aufgeschrieben und kurz erklärt, die du in deiner Vorbereitung auf keinen Fall vergessen solltest. Am Ende findest du außerdem eine kostenlose Checkliste zum runterladen, mit der du kontrollieren kannst, ob du auch wirklich an alles gedacht hast.

Finanzielles

Bevor du dir einen Hund zulegst, solltest du genau schauen, ob du dir diesen auch dauerhaft leisten kannst. Denn das Teuerste ist oft nicht der Vierbeiner selbst, sondern all das drum herum. Welche Kosten in etwa auf dich zu kommen habe ich dir hier mal aufgelistet und zusammengerechnet.

Womöglich braucht dein zukünftiger Begleiter spezielles Futter oder wird krank. Für diesen Fall solltest du vorab genug Geld einplanen und zurücklegen oder dich bezüglich einer Tierkrankenversicherung informieren, die dir im Notfall einen bestimmten Anteil der Behandlungskosten erstatten. Immerhin möchtest du ja im Nachhinein keine bösen Überraschungen erleben.

Die Vorbereitung von rechtlichen Aspekten

Je nachdem, ob du in einem eigenen Haus oder aber in einer Mietwohnung lebst, solltest du dir vorab die Genehmigung deines Vermieters einholen. Dabei ist im übrigen auch völlig egal, ob es sich hierbei vielleicht sogar um Verwandtschaft von dir handelt. In der Vergangenheit gab es nämlich leider schon häufiger Fälle in denen beispielsweise Onkel Theo die Wohnung vermietet hat aber der Hund trotzdem weg musste. Bedeutet: Solange deine Wohnung / dein Haus nicht dein Eigentum ist, solltest du dir eine solche Genehmigung immer einholen. Und zwar unbedingt schriftlich, damit du im Notfall auch nachweisen kannst, dass vorher alles vernünftig abgesprochen wurde. Andernfalls kann dein Vermieter dich auffordern deinen Hund umgehend aus der Wohnung zu schaffen. Weitere Infos zum Thema Hunde und Mietrecht findest du hier.

Die Vorbereitung der Familie / Mitbewohner

Wenn du nicht gerade ganz allein wohnst, solltest du vorab mit deiner Familie bzw. mit deinen Mitbewohnern sprechen. Schließlich kommen große Veränderungen auf euch zu und da sollten schon alle an einem Strang ziehen oder sich zumindest an die Regeln halten. Ein Hund braucht schließlich klare Regeln und Grenzen. Außerdem muss geklärt werden, wer sich um das Gassi gehen, füttern, erziehen und trainieren kümmert. Bei mehreren Beteiligten sollten hier die genauen Vorstellungen besprochen und festgelegt werden, um den Vierbeiner später nicht zu irritieren, weil irgendwie jeder anders mit ihm umgeht.

Auch sollte von Anfang an klar kommuniziert werden, dass Mischgeschicke gerade bei einem Welpen Anfangs dazugehören. Es wird sicher die ein oder andere Pfütze oder ein Häufchen geben und vermutlich wird auch hier und da etwas kaputt gehen. Immerhin sind die kleinen spitzen Welpenzähnchen gerade zu perfekt, um Schuhe und Co anzuknabbern. Es wäre weniger praktisch, wenn schon beim ersten Problem jemand dafür ist den Hund wieder abzugeben, weil er sich das Ganze so eben nicht vorgestellt hat.

Ebenso wichtig ist übrigens darauf zu achten, ob irgendjemand eine Allergie oder vielleicht auch große Angst vor Hunden hat.

Ein Plan für den Notfall

Wir wollen es nicht hoffen aber leider passiert sowas immer wieder: Ein Unfall und schon ist alles anders. Oder vielleicht liegst du auch einfach mit einer bösen Magen Darm Grippe im Bett und kommst nicht mehr hoch. Egal was es ist: Du brauchst einen Plan B, falls du mal nicht kannst.

Denn egal wie es dir geht, dein Vierbeiner braucht Futter, Pflege und Auslauf. Deshalb solltest du vorab eine Liste mit Notfallkontakten erstellen, die sich im Falle eines Falles um deinen Liebling kümmern können, bis du wieder dazu in der Lage ist.

Womöglich ist aber sogar etwas ganz schlimmes geschehen und du verstirbst sogar. Wohin kommt der Hund dann? Wer kümmert sich? Was müssen andere vielleicht auch unbedingt beachten? Hat er irgendwelche Krankheiten oder Allergien, die nicht außer Acht gelassen werden dürfen? All das solltest du vorab gründlich besprechen und eine vertrauenswürdige Person festlegen, die im Notfall alles weitere übernimmt.

Die Verträglichkeit mit anderen Haustieren

Wenn bei dir bereits andere Haustiere wohnen, solltest du schauen, ob diese mit dem neuen Hund klarkommen könnten. Natürlich müssen sie sich nicht vom ersten Moment an lieben. Aber eine gewisse Toleranz sollte schon bestehen oder aber du hast die Möglichkeit den Hund und das andere Tier strickt zu trennen. Eine Katze, die Hunde abgrundtief hasst und auf sie losgeht, ist sicherlich nicht begeistert, wenn du ihr einen solchen in ihrem Zuhause einfach so vor die Nase setzt.

Eventuell hast du ja auch Kleintiere, wie Hamster oder Ratten. Hier solltest du vorab schauen, dass diese sicher untergebracht sind und dein Hund keine Möglichkeit unbeaufsichtigt an den Käfig zu gelangen. Immerhin könnte er ihn runterwerfen oder sogar schlimmeres.

Und auch wenn du bereits einen Hund Zuhause hast, solltest du vorab schauen, ob dieser sich mit einem weiteren Artgenossen vertragen könnte. Denn ich kann dir aus Erfahrung sagen, es ist unheimlich anstrengend, wenn man zwei Hunde daheim hat, die sich absolut nicht ausstehen können.

Die Vorbereitung für die Eingewöhnungszeit

Die ersten zwei bis drei Wochen nimmst du dir am besten Urlaub, wenn das möglich ist. So haben du und dein neuer bester Freund genug Zeit, um euch aneinander und das neue Leben zu gewöhnen. Ihr könnt Routinen entwickeln, Regeln festlegen und das alleinbleiben üben. Schließlich gibt es ja da auch noch die Zeit nach dem Urlaub, wo das klappen sollte. Es sei denn, du darfst deinen Hund mit auf die Arbeit nehmen.

Aber da ist noch ein weiterer Punkt, den du vorab genau durchdenken solltest. Hast du dauerhaft genug Zeit für einen Vierbeiner? Oder hast du regelmäßig Geschäftsreisen vor dir oder bist vielleicht auch täglich von früh morgens bis spät abends weg? In diesem Fall solltest du dir noch einmal genau überlegen, ob ein Hund wirklich die richtige Wahl für dich ist. Der möchte nämlich nicht nur mal eine Runde gehen und ansonsten allein in der Wohnung hocken. Sie sind unheimlich soziale Wesen und wollen am liebsten so viel Zeit wie möglich mit dir verbringen. Diese Tatsache solltest du in die Vorbereitung und Planung unbedingt mit einbeziehen.

Besonders angesichts der Tatsache, dass gerade Welpen sich bis etwa zur 14. Woche in der Sozialisierungsphase befinden. In dieser Phase solltest du dir also unbedingt genug Zeit nehmen, um deinen Hund zu sozialisieren und ihm alles beizubringen, was er so für sein weiteres Leben braucht. Denn was hier passiert, bleibt ein Leben lang hängen. Genaueres zur Aufzucht eines Welpen habe ich dir hier noch einmal genauer erklärt.

Die notwendigen Utensilien

Das Zubehör zu kaufen ist wohl der leichteste Part von allen. Letztlich braucht ein Hund nicht sehr viel, um glücklich zu sein. Für ihn ist das Allerschönste einfach Zeit mit seinem Besitzer verbringen zu können. Trotzdem, ein paar Dinge solltest du dir schon vorher zulegen. Dazu gehören:

  • Halsband / Geschirr und Leine
  • Kotbeutel
  • 2 Näpfe und Futter
  • Bürste für jeweiligen Felltyp
  • ein Hundebett / Decke / Box als Rückzugsort
  • ein wenig Spielzeug

Das war´s schon. Gegebenenfalls kannst du auch schon einen Termin bei deinem Tierarzt vereinbaren, falls die zweite Impfung für die Grundimmunisierung ansteht oder um deinen neuen Hund einfach sicherheitshalber einmal durchchecken zu lassen.

Fazit

All diese Dinge solltest du in deine Vorbereitung einbeziehen, um euren gemeinsamen Start so stressfrei wie möglich zu gestalten. So kannst du dich voll und ganz auf die wichtigen Dinge konzentrieren. Ist alles gut durchdacht, kann es nun also endlich an den Hundekauf gehen! Worauf du dabei unbedingt achten solltest, um nicht versehentlich auf Betrüger reinzufallen, habe ich dir hier einmal zusammengefasst. Ansonsten gibt es hier nun noch wie versprochen die Checkliste für dich.

In diesem Sinne, viel Freude mit deinem Hund!

(2) Kommentare

  1. […] Vorbereitungen sind getroffen. Die Aufregung ist groß, denn der Entschluss nun zu 100 % fest: Ein Hund soll […]

  2. […] wenn deine Antwort ja lautet, wie du dieser Verantwortung gerecht werden kannst und entsprechende Vorbereitungen treffen. Siehe zum Beispiel nochmal zur Thematik Versicherungen. Denn wenn man einem Hund ein […]

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